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Im Zeichen der Freiheit.

24. März - 21. Juli 2013

Die Künstler François (1784-1855) und Sophie (1797-1867) Rude

François Rude, La Partenza dei volontari del 1792, 1836, pierre de Chérence, Parigi, Arco di Trionfo dell'Étoile, lato est

Die Schau des französischen Künstlerehepaars François und Sophie Rude im Künstlerhaus-Museum in Ligornetto schliesst an die Reihe von Ausstellungen an, die wichtigen Vertretern der europäischen und amerikanischen Bildhauerei des 19. Jahrhunderts gewidmet sind. Dabei soll auch ein fruchtbarer Dialog mit den Werken des Bildhauers Vincenzo Vela entstehen. Auf Anregung des musée des Beaux-Arts in Dijon, Urheber des Ausstellungskonzeptes, und des Louvre, der wertvolle Leihgaben beiträgt, wird ein Teil der ursprünglichen Schau im Museum präsentiert: neben herausragenden Porträtwerken des Bildhauers überwiegen Skulpturen aus dem öffentlichen Raum und politischen Anstrichs, da diese besonders geeignet erscheinen, einen Vergleich mit der künstlerischen und bürgerlichen Persönlichkeit Vincenzo Velas herzustellen.

François Rude ist vor allem aufgrund seines berühmten Reliefs Der Auszug der Freiwilligen im Jahre 1792 (oder La Marseillaise) auf dem Triumphbogen zu Paris bekannt, sowie für das 1834 entstandene, elegant-kühne Bronzewerk Merkur, eine Leihgabe aus dem Louvre. Die Retrospektive ist die erste Ausstellung François Rudes im italienischsprachigen Raum und zeigt dessen künstlerische Laufbahn von einem rigorosen akademischen Klassizismus zu einer eher naturalistischen Kunst mit romantischen Anklängen, wie anhand der sorgfältigen Auswahl von Skulpturen, darunter auch der Neapolitanische Fischerknabe (1831) aus dem Louvre, sowie anhand unveröffentlichter Zeichnungen ersichtlich wird.

Sophie Rude, Gattin des Bildhauers François, war eine überaus talentierte Malerin, die sich von Jacques-Louis David ausbilden liess. Die Ausstellung zeigt eine kleine Reihe hochwertiger Porträts dieser intelligenten und sensiblen Künstlerin, die ihrem Mann ein Leben lang zur Seite stand und dafür sorgte, dass sein Werk auch nach dem Tod die angemessene Würdigung erfuhr.