Kunstsammlungen in der Villa
Die Privatsammlungen der Künstler aus dem Hause Vela
7. März – 2. Mai 2010
Diese Schau offenbart den enormen Umfang und die Vielfalt der Kunstschätze, die von der Familie Vela im Laufe der Jahrzehnte zusammengetragen und später der Eidgenossenschaft übermacht wurden, wodurch sie noch heute im Museo Vincenzo Vela zu bewundern sind. Die Auswahl von 150 Werken aus den mehr als 5500, die der Nachlass insgesamt umfasste, soll einerseits die Verwirklichung von Vincenzo Velas "Ideal" eines Wohnhaus-Museums für die Öffentlichkeit nachvollziehbar machen, andererseits jedoch soll das rege Interesse aller drei Künstler auch an nicht von ihnen praktizierten Kunstgattungen und -formen verdeutlicht werden. Ein weiteres Thema dieser Ausstellung ist die Begründung des Künstlermythos mittels der Einrichtung eines Privatmuseums durch den Kunstschaffenden selbst, wie anhand einer aussergewöhnlichen Reihe zeitgenössischer Fotografien dokumentiert wird. Darüber hinaus sind die Grundrisse der Villa und der dazugehörigen Gebäude sowie Malereien, Aquarelle, Fotografien, Stiche und wertvolle Kunstbände zu sehen, die aus den Privatsammlungen der Künstlerfamilie stammen. Viele der hier ausgestellten Stücke, darunter Fotografien und seltene Stiche, werden auch Besucher überraschen, die das Museum bereits gut kennen.
Wer den grossen Salon im Mittelpunkt der Villa noch nicht besichtigt haben sollte, wird auch dort einige grundlegende Neuerungen vorfinden, denn es wurde eine dritte Reihe von grossformatigen Reliefs hinzugefügt, die oberhalb der Porträtbüsten zu sehen sind. Auf diese Weise soll eine der Grundideen des ursprünglichen Entwurfs von Vincenzo Vela noch stärker betont werden: nämlich sein Wunsch, ein "Pantheon" der Geschichte des Risorgimento zu schaffen, das die Besucher heute ebenso wie damals zu überraschen und zu faszinieren vermag.


