Wie gestaltet sich die Zukunft der Bildhauerei?
4. Oktober bis 22. November 2009 – verlängert bis 13. Dezember 2009
In Zusammenarbeit mit visarte.schweiz – Berufsverband für visuelle Kunst, regionale Gruppe Tessin
In ihrem Bestreben, die Welt der zeitgenössischen Kunst zu erforschen, stellt die regionale Gruppe Tessin der visarte.schweiz in den Räumen und dem Park des Museo Vela sieben Künstler vor, die innerhalb des Kantons Tessin schöpferisch tätig sind und sich mit der Frage nach den zukünftigen Ausdrucksmöglichkeiten der Bildhauerei befassen. Mit ihren – völlig unterschiedlichen – Werken repräsentieren diese Kunstschaffenden sieben verschiedene Arten, in der heutigen Zeit "Bildhauerei" zu betreiben: Dabei geht es nicht nur um die Fähigkeit, Raum zu füllen, sondern auch um die Ambition, dem geistigen Auge Kunstobjekte darzubieten.
Die Installationen im Park der Villa und dem Hauptsaal des Museums stellen eine breit gefächerte Auswahl an zeitgenössischen Ausdrucksformen vor, wobei die Künstler mit ihren Werken die traditionelle, von Wirklichkeitsnähe geprägte Bildhauerei des 19. Jahrhunderts, zu deren Hauptvertretern Vincenzo Vela gehört, hinter sich lassen.
In ihrer ganz individuellen Sprache gehen die Künstler Alessandra Angelini, Ivana Falconi, Cristina Lifart, Penelope Margaret Mackworth-Praed, Milvia Quadrio, Régine Ramseier und Hanspeter Wespi über das Konzept der klassischen Bildhauereitradition hinaus, was sich in der Wahl der Motive und der Materialien, aber auch in den Größenverhältnissen und den angewandten Techniken widerspiegelt. Das unverbrauchte und ironische Gepräge dieser Bildhauer lässt einen fruchtbaren Dialog mit der Architektur und der Landschaft entstehen, wobei die konstante Auseinandersetzung mit dem Raum über das Spiel mit verschiedenen Materialien, diverse Installationen, aber auch konzeptuelle Projekte erfolgt.


